Lightning Ridge Black Opale Australien

Lightning Ridge, Australien

Bild © by Hannes Guggenbühl

Opale suchen und finden durch unsere
Sensitivität, Feinfühligkeit, Medialität

Als wir meine Eltern in Australien besuchten war eine Reise nach Lightning Ridge geplant. Die Welt-Metropole für real Black Opal. Mein Papa war ein „Steinschleifer“ par excellence.
Sein grosser Wunsch war, Black Opale selber zu schleifen. Aber Black Opale kann man ungeschliffen nicht kaufen.
Der Wert des Opals kann erst nach dem schleifen ermittelt werden. Der Roh-Opal ist ein „Nobbi“, ein undefinierbares knollig ausgebildetes Gefüge das aus dem ausgebrochenen Lehmartigen Sediment ausgewaschen wird. Wenn man ein Nobbi in der Hand hält weiss man nicht ob es ein „Mercedes“ oder ein rostiges „Fahrrad“ wird. (Bewertung durch Bob) Darum werden Opale nur nach dem schleifen verkauft.

Christiane beim Opal schleifen. Bild © by Hannes Guggenbühl



In Lightning Ridge haben wir uns dann mit „Bob“ den mein Bruder und mein Vater von früher kannten, getroffen. Bob war in den Neunziger Jahren einer der erfahrensten und erfolgreichsten „Opal-Miner“ in Lightning Ridge.

Bob hat uns auf seinen „Claim“ (Miningfield 50 x 50 Meter) mit genommen wo er gerade arbeitete. Er erklärt uns wie er arbeitet mit seiner ganzen Maschinerie. So konnten wir mit seinem selbstgebauten „Lift“ in den Untergrund bis unter das „Sandroof“. (ca. 20-25 Meter unter der Erdoberfläche)

Unter dem „Sandroof“ wachsen die Opale in den feinen Spalten zwischen dem Sandroof und dem Lehmsediment. Ja, und wachsen immer noch! Opale entstehen aus einer Gallertartigen Flüssigkeit von schwefelhaltigen Hydroxiden und Kiesel. Der Opal hat keine Kristallstruktur, der Festkörper ist ähnlich wie Glas aus den Kügelchen des Kieselgels, die zwischen 150 und 400 Nanometer gross sind. (Lichtreflexion der Farben)

Hannes beim Opalabbau mit dem Prssluthamer Bild © by Christiane Guggenbühl



Diese Opal führende Schicht wird mit dem Presslufthammer abgebaut und mit dem „Blower“ (Staubsauger) abgesaugt. So wird das lockere Material an die Erdoberfläche auf den Lastwagen transportiert.
Danach wird das ganze Material an einem Wasserloch gewaschen und die Steine aussortiert. Unter dem Knollen ist meistens vieles „botch“, wertloses Material. Und selten genug findet man ein „Nobbi“ (Opalhaltiger Knollen) das genauer untersucht wird und zum schleifen nach Hause genommen wird.

Bob wollte natürlich wissen wie ich denn Opale finden werde. Er hat mich auf seinen Claim gestellt und mich beauftragt mal Opale zu suchen. Und so habe ich dann den Claim abgesucht und Bob die Stellen gezeigt wo ich der Meinung war, da seien Opale. In den verschieden Gängen der Mine habe ich Bob gezeigt wo ich Opale vermute und habe die Stellen markiert mit der Angabe wie weit er graben müsste. Die Funde wurde mir später von Bob bestätigt.

Am Abend wollte Bob mit mir noch einige Experimente anstellen. So hat er auf einem grossen Tisch in meiner Abwesenheit verschiedene Qualitäten von geschliffenen und ungeschliffene Opale unter eine Tischtuch versteckt.
Ich sollte jetzt heraus finden wo der wertvollste Opal unter dem Tischtuch sei. Das war kein Problem. Ich fuhr mit meiner Hand in ca. 10 cm Höhe über das Tischtuch und hatte sofort eine starke Vibration in der Hand. Der Stein unter meiner Hand musste es sein. Ein funkelnder farbiger Opal holte Bob unter dem Tischtuch hervor.
Dann sollte ich den Opal mit der höchsten Qualität unter dem Tischtuch finden. Auch das war kein Problem. Allerdings als Bob mir den Stein zeigte war ich schon etwas erstaunt, es war ein einfacher schwarzer Opal ohne jegliche Farbe. Und ich fragte mich „Ohä, das ist schief gelaufen“. Ich habe ihn fragend angeschaut. Und Bob hat gegrinst. Ja das sei die höchste Qualität, der reine schwarze Opal. Wertmässig unbedeutend. Für den Miner aber das Zeichen, da wo man den absolut schwarzen Opal findet auch die farbigen Opale vorhanden sind.

So hat er uns auf seinen neuen Claim geführt, wo er der Meinung war, da seien gute schwarze Opale. Ich solle doch da mal schauen ob ich etwas finden würde. Bob hatte sein „Einhand - Wünschelrute“ mit dabei und diesmal konnte ich mir ein grinsen nicht verkneifen!

Um für diese Arbeit die richtige Energie zu bekommen hat er mir einen sehr wertvollen farbigen schwarzen Opal in die Hand gedrückt. So habe ich einzelne Stellen im Gelände markiert wo es mir Opale angezeigt hat. Bob erklärte mir, das mache er immer so.

Bohrmaschine für den Opalabbau. Bild © by Hannes Guggenbühl



An einer diesen markierten Stellen wurde dann auch gebohrt. (Bohrerdurchmesser ein Meter!) Als man auf das „Sandroof“ gestossen ist, hat man das ausgebohrte Material separiert und ausgewaschen um festzustellen, ob man im Bohrloch schon opalhaltiges Material finden könne.
Und tatsächlich, es hatte schon einzelne kleine „Nobbi“ dabei gehabt. Treffer!

Das war für mich ein grosses Erlebnis auf diese Art und Weise vor Ort durch die Sensitivität, die Feinfühligkeit und der Medialität Opale aufzuspüren.
Ich habe bei solchen Aktionen immer ausgesagt, alles was wir meinen zu spüren oder zu wissen wird dann zur Wirklichkeit, wenn wir das in der Tat durch graben, bohren und finden bestätigt bekommen. Vorher ist es nur eine Vermutung oder eben ein „Fake“ und Selbstüberschätzung.
Wie sich in Gesprächen heraus stellte, Bob war eine sehr religiöser Mensch. Seine Gewissenhaftigkeit, seine Disziplin, sein Glaube an seine Fähigkeiten bei der Suche nach Opalen hat ihm viele Erfolge beschert.

Durch diese aussergewöhnliche Konstellation hat sich eine wunderbare Freundschaft entwickelt. Unsere Zusammenarbeit, Bob in Australien vor Ort und ich aus der Schweiz mit viel Kartenmaterial von Lightning Ridge habe ich die Opal versprechenden Claims eingezeichnet.
An diesen Stellen wurde durch Bob gebohrt und Opale gefunden.



Der Claim von seinem Freund nebenan war interessant, da habe ich auf der Karte von seinem Claim die Opale eingezeichnet, in zwei Ecken diagonal gegenüber liegend. Dieser Junge Mann hat das nicht geglaubt und hat den ganzen Claim durchgearbeitet. Bis er an eine der eingezeichneten Ecken kam, das war dann seine ganze Ausbeute! Ansonsten hatte er keinen einzigen brauchbaren Opal gefunden.

Wer weiss, vielleicht liest das jemand und hat auch ein solches ungewöhnliches Erlebnis gehabt. Wenn dem so wäre, bitte mich benachrichtigen!

Herzlichen Dank

Vielleicht, eventuell, es wäre möglich, aber ganz sicher!
Hannes Guggenbühl


Erlebt: 1993/94
Geschrieben:
Veröffentlicht: 10.05.2018